Apenrade/Aabenraa - 23. Juni 2012 - von Peter Lassen
Knapp 1,2 Millionen vom AA für deutsche Sprache in DK an Vertragspartner BDN
Erstmals Mittel zur Förderung der deutschen Sprache direkt vom Auswärtigen Amt in Berlin an den BDN
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| Der Minderheitenbeauftragte des AA bei der deutschen Botschaft in Kopenhagen, Gesandter Dr. Johannes Trommer, tauscht die unterschriebenen Verträge (in schwarzen Mappen mit Bundesadler) mit BDN-Generalsekreteär Uwe Jessen aus. Foto: Friedrich Hartung |  |
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Das Auswärtige Amt in Berlin (AA) und der Bund Deutscher Nordschleswiger sind nun Vertragspartner im gemeinsamen Bemühen, der deutschen Sprache in Dänemark einen noch höheren Stellenwert zu geben. Der Minderheitenbeauftragte des AA an der deutschen Botschaft in Kopenhagen, Gesandter Dr. Johannes Trommer, unterschrieb gestern im Deutschen Generalsekretariat in Apenrade zusammen mit BDN-Generalsekretär Uwe Jessen einen Vertrag. Es ging dabei um 1.180.000 Kronen oder genau 158.720 Euro, die vom Auswärtigen Amt in Berlin an Projekte fließen, bei denen unter Federführung des BDN diverse Maßnahmen gefördert werden, die alle darauf abzielen, die deutsche Sprache in Nordschleswig und Dänemark zu fördern – und teilweise in Skandinavien.
Im letzten Jahr flossen Mittel noch über das Goethe-Institut – diesmal direkt vom AA. Gesandter Trommer gab zum Ausdruck, dass man die Hoffnung habe, mit dem BDN einen Partner gefunden zu haben, mit dem man langfristiger zusammenarbeiten könne, um das gemeinsame Ziel zu fördern.
„Das AA hat ein Interesse daran, dass Deutsch weltweit gefördert wird. Das kann das Goethe-Institut nicht allein. Daher sind wir froh, dass wir mit dem BDN einen Partner gefunden haben, der selbst daran interessiert ist – und der sich auskennt“, so Dr. Trommer.
Ob und wieviel im kommenden Jahr zwischen den neuen Vertragspartnern laufen werde, hänge ganz von den dann ausgearbeiteten Projekten ab, so Johanes Trommer: „Das hängt von vielen Dingen ab.“.
Aktuell bekommen vier Hauptprojekte Geld. Für Kinder/Jugend wurden genau 60.720 Euro bewilligt. Hier sollen Autorenlesungen, Schreibwerkstätten und u. a. ein Projekt der Pattburger Schule Deutsch generell schmackhafter machen.
39.000 Euro gehen an das Projekt „Deutsche Minderheit als Sprachmittler“. Dies Geld ist u. a. für Honorare an Unterrichtspersonal gedacht, weil in Regie der Minderheit Sprachkurse von internen und/oder externen Anbietern angeboten werden sollen.
„Deutsch im Unterricht“ ist ein Projekt, das mit 35.200 Euro gefördert wird und u. a. eine Weiterführung der Unterrichts-Abos für dänische Schulen im ganzen Land sichern soll und das Der Nordschleswiger schon seit vielen Jahren erfolgreich anbietet.
Der Nordschleswiger ist auch maßgeblich an der in BDN-Regie laufenden Kulturnacht im Folketing am Freitag vor den Herbstferien beteiligt. Auch hier geht es um Deutsch im Unterricht. Der Nordschleswiger wird hierfür u. a. ein Sonderheft erstellen und auf Christiansborg in der Kulturnacht eine arbeitende On-Line-Redaktion einrichten etc.
Für das deutsche Büchereiwesen in Nordschleswig sind 23.800 Euro bewilligt, die u. a. dafür gedacht sind, in einer Filiale der deutschen Bücherei „unbemannte“ Öffnungszeiten zu erproben.
Nicht alle Projekte, für die Mittel ersucht wurden, bekamen diesmal solche. Die Auswahl hat der BDN in Zusammenarbeit mit der deutschen Botschaft und dem Auswärtigen Amt in Berlin getroffen.